Wunschkundinnen für die Content-Erstellung

Wunschkundinnen sind klar definierte, idealtypische Kundinnen, an denen du deine Content-Erstellung ausrichtest. Es sind die Menschen, die am meisten von deinem Angebot profitieren. An ihnen orientierst du dich bei Themenwahl, Ton und Aufbau deiner Inhalte. So entsteht Content, der relevant ist – und genau die Kundinnen erreicht, die du gewinnen willst.

Wahrscheinlich hast du längst begonnen, Content zu erstellen. Du schreibst Blogartikel, postest auf Social Media oder verschickst vielleicht sogar regelmäßig einen Newsletter – und trotzdem hast du das Gefühl, dass darüber kaum oder gar keine Kundinnen zu dir finden.

In vielen Fällen liegt das nicht an deinen Ideen und ganz sicher nicht an deiner Expertise. Häufig liegt es daran, dass die grundlegenden Marketing-Basics noch nicht klar genug definiert sind. Dein Content entsteht dann zwar mit viel Wissen und Erfahrung, aber ohne eine klare Richtung.

Deine Marketing-Basics bilden das Fundament deiner Content-Erstellung. Sie sorgen dafür, dass dein Content nicht beliebig wirkt, sondern eine erkennbare Linie bekommt – unabhängig davon, über welchen Kanal du kommunizierst oder wie du deine Inhalte erstellst.

Zu diesen Grundlagen gehören eine klare Mission, eine definierte Wunschkundin und im Idealfall deinem Content-Circle, der alles verbindet. Erst wenn diese Basis steht, kann Content wirklich Wirkung entfalten. Denn das Ziel ist nicht, möglichst viel zu veröffentlichen, sondern Inhalte zu erstellen, die die richtigen Menschen anziehen und ihnen das Gefühl geben: Genau hier bin ich richtig.

Was sind Wunschkundinnen?

Im Marketing spricht man häufig von Personas. Ich selbst nenne sie lieber Wunschkundinnen. Gemeint ist in beiden Fällen dasselbe: keine frei erfundenen Charaktere, sondern realistische Beschreibungen der Menschen, für die dein Content gedacht ist.

Diese Beschreibung entsteht nicht theoretisch, sondern aus echten Erfahrungen. Aus Gesprächen mit deinen Kundinnen, aus Beobachtungen in deiner Arbeit, aus wiederkehrenden Fragen, typischen Unsicherheiten und Entscheidungen, die dir immer wieder begegnen. Ergänzt werden diese Eindrücke durch Recherche. Ziel ist es nicht, ein perfektes Profil zu erstellen, sondern ein klares Bild davon zu entwickeln, wie deine Wunschkundin denkt, entscheidet und handelt.

Deine Wunschkundin hilft dir dabei, im Blick zu behalten, für wen du deine Inhalte ganz konkret erstellst. Sie ist der Bezugspunkt für jede inhaltliche Entscheidung: für die Themenwahl, für die Tonalität, für die Tiefe deiner Inhalte und für die Beispiele, die du wählst.

Genau diese Klarheit ist entscheidend für wirksame Content-Erstellung. Denn Content entsteht nie für alle, sondern immer für einen konkreten Menschen in einer bestimmten Situation.

Ein konkretes Beispiel

Stell dir vor, du möchtest einen Artikel über Ernährungstipps bei Histaminintoleranz schreiben.

Ohne klar definierte Wunschkundin entsteht ein klassischer Ratgeber. Du erklärst, welche Lebensmittel gut verträglich sind, worauf man bei der Zubereitung achten sollte und wie wichtig frische Zutaten sind. Der Text ist fachlich korrekt, gut gemeint – und dennoch austauschbar.

Mit einer klaren Wunschkundin verändert sich der Inhalt grundlegend.

Du schreibst dann nicht mehr allgemein über Ernährung bei Histaminintoleranz, sondern über Ernährungstipps bei Histaminintoleranz für berufstätige Frauen, die viel reisen.

Plötzlich geht es nicht mehr um ideale Bedingungen, sondern um reale Situationen. Um Essen unterwegs, im Zug oder am Flughafen. Um Geschäftsessen, bei denen man nicht jedes Mal erklären möchte, warum man etwas nicht isst. Um Hotels ohne Kochmöglichkeit. Um den Spagat zwischen Gesundheit, Job und sozialem Alltag.

Der Kern des Themas bleibt derselbe. Aber die Inhalte fühlen sich plötzlich relevant an, weil sie eine konkrete Lebensrealität abbilden.

Warum Wunschkundinnen deine Inhalte relevanter machen

Eine Wunschkundin macht aus allgemeinen Informationen Inhalte, in denen sich Menschen wiederfinden. Sie sorgt dafür, dass dein Content nicht nur richtig ist, sondern anschlussfähig.

Mit einer klaren Wunschkundin vor Augen verändert sich die Perspektive, aus der du Inhalte entwickelst. Du schreibst nicht mehr ausschließlich aus deiner eigenen Expertise heraus, sondern aus dem Zusammenspiel deines Wissens und der konkreten Situation deiner Kundin. Genau so entsteht Content, der nicht generisch wirkt, sondern wirklich anspricht und anzieht.

Gleichzeitig hilft dir die Wunschkundin dabei, Entscheidungen zu treffen. Du erkennst schneller, welche Themen gerade relevant sind, welche Fragen eine ausführliche Antwort verdienen – und welche nicht. Diese Klarheit verhindert, dass sich Content ständig wiederholt oder sich im Kreis dreht.

Gerade in einem Umfeld, in dem Content schnell produziert werden kann – auch mit Unterstützung von KI – wird diese strategische Grundlage immer wichtiger. Wirksame Inhalte entstehen nicht durch Masse, sondern durch Relevanz.

Warum Wunschkundinnen für die Content-Erstellung mit KI entscheidend sind

Das gilt unabhängig davon, ob du deine Inhalte selbst schreibst oder mit Unterstützung von KI arbeitest.

KI kann Texte formulieren, strukturieren und variieren. Aber sie braucht dafür einen klaren Rahmen. Erst wenn feststeht, für wen ein Text gedacht ist, kann KI dabei helfen, Inhalte zu entwickeln, die nicht generisch klingen, sondern ein konkretes Gegenüber ansprechen.

Ohne Wunschkundin produziert KI schnell Texte, die formal korrekt sind, sich aber austauschbar anfühlen. Mit einer klar definierten Wunschkundin werden Prompts präziser, Ergebnisse relevanter und die Nachbearbeitung deutlich leichter – nicht, weil KI besser wird, sondern weil deine strategische Grundlage klar ist.

Was passiert, wenn du keine Wunschkundin definiert hast

Fehlt eine klar definierte Wunschkundin, wird Content-Erstellung schnell mühsam. Themen entstehen eher aus dem eigenen Wissen heraus als aus der tatsächlichen Situation der Menschen, die du erreichen möchtest. Inhalte fühlen sich dann oft „richtig“ an – aber sie lösen nichts aus.

Ohne Wunschkundin wird die Themenwahl schwierig. Du fragst dich immer wieder: Worüber soll ich schreiben? Ist das jetzt relevant? Passt das noch zu meinem Angebot? Diese Unsicherheit führt dazu, dass Content entweder unregelmäßig entsteht oder zusammenhangslos ist.

Eine fehlende Wunschkundin kostet am Ende Zeit, Energie und Klarheit. Und genau deshalb ist sie kein optionaler Marketing-Baustein, sondern die Voraussetzung dafür, dass Content strategisch, konsistent und wirksam entstehen kann.

Wunschkundinnen sind die Grundlage wirksamer Content-Erstellung

Die Wunschkundin ist damit weit mehr als ein Marketingkonzept. Sie ist die Grundlage für deine eigene Content-Erstellung, weil sie dir Klarheit, Fokus und Richtung gibt. Gleichzeitig hilft sie der KI, relevante Inhalte zu entwickeln, weil klar ist, für wen Content entstehen soll. Und sie sorgt dafür, dass auch KI-gestützte Suchsysteme dein Angebot besser einordnen und gezielter ausspielen können. Kurz gesagt: Die Wunschkundin verbindet deine Strategie, deine Inhalte und deine Sichtbarkeit zu einem stimmigen Ganzen.

Damit dein Content Kundinnen anzieht, brauchst du nicht einfach mehr Content, sondern ein klares Fundament.

Genau deshalb beginnt meine Methode Content in einem Rutsch nicht bei Contentplanung oder Formaten, sondern bei den Grundlagen deines Business.

Dein nächster Schritt: Erstelle jetzt deine Mission, deine Wunschkundin und im Idealfall deinen Content-Circle.

Erst auf dieser Grundlage kann Content in einem Rutsch entstehen – vom Blogartikel über Newsletter bis hin zu Social Media.

4 Gedanken zu „Wunschkundinnen für die Content-Erstellung“

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